Spieltherapie für Kinder von ca. 2-12 Jahren

Kinder werden geboren mit Allem, was sie zum lieben, leben und glücklich sein, brauchen. Sie sind nach der Geburt angewiesen auf Informationen, Entwicklungsimpulse, Beziehungserfahrungen mit sich und Anderen, die sie annehmen und verarbeiten lernen, um darüber zu Erkenntnissen zu gelangen, die ihnen Halt und Orientierung in ihrer Umgebung ermöglichen. Dabei ist für Kinder „spielen“ der selbstverständliche Umgang mit sich, der Umgebung und den Menschen die sich in ihrer Umgebung befinden.

Im Spiel, als „erstem Beruf jedes Menschen“, können Kinder die Möglichkeiten des eigenen Körpers erforschen, sich Umwelt ertasten und erfühlen durch Bewegung, Denken, Sprache und Handeln und deren sinnvolle Verknüpfungen und Koordiantionen. Da die Informationen, Entwicklungsimpulse, Beziehungserfahrungen, die das Kind erfährt, nicht immer liebevoll, interessiert und zugewandt sind, kann es zu irrtümlicher Verarbeitung dieser Informationen, oder eben auch Fehlinformationen, kommen. Dies kann sich in Verhaltensauffälligkeiten oder Körpersymptomen zeigen. Das Auftreten von Verhaltensauffälligkeiten und/oder Körpersymptomen ist immer ein Hinweis darauf, dass Grenzen einer angemessenen Verarbeitung von Informationen (außerhalb, wie auch im Menschen selbst) erreicht sind und das „Symptom“ die Antwort ist, bevor alle vitalen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

So sind Verhaltensstörungen bei Kindern quasi ein Hinweis auf „revolutionäres Potential“, ein inneres, wie äußeres Auflehnen gegen Umgangsweisen die vom Kind weder verstanden noch verarbeitet werden können. Das heißt auch, dass das was wir als Verhaltensauffälligkeiten beobachten, immer auch als ein "Lösungsversuch" aus einem Konflikt zu verstehen ist.

Im gemeinsamen Spiel als Umgangs-und Fördermöglichkeit in der Spieltherapie, gelingt es unterbewusste Konflikte des Kindes aufzudecken, zu benennen und Lösungsstrategien zu erarbeiten und auszuprobieren. So ist das Spielverhalten eines jeden Kindes (auch bei Jugendlichen und Erwachsenen) unmittelbare Informations- und Verarbeitungsquelle zur Bearbeitung von Konflikten und Körpersymptomen.

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