Während im Funktionsspiel die Handlung im Vordergrund steht, gewinnt im Rol­lenspiel die symbolische Darstellung von Wahrnehmungsinhalten, Verhaltenswei­sen, Konfliktsituationen etc. an Bedeutung.

Es geht um die sprachliche, gedankliche und konkret in Handlung umgesetzte Verarbeitungsmöglichkeit von tatsächlich Erlebtem über Imitation und Projektion, Transformation in symbolische Darstellungen und Handlungen. Das Kind stellt Erlebtes zum „Schein“ dar. Dies kann auch auf andere Personen oder Dinge (Puppen, Plüschtiere etc.) übertragen werden. Das Kind stellt über die Spielinhalte eine fiktive Welt dar, in welcher z.B. unverstandene Verhaltensweisen der Eltern oder anderer Bezugspersonen imitiert werden, um einen Bezug dazu zu bekommen, oder um Rollen zu trainieren, die den Erwartungshaltungen und Vorstellungen der Eltern entsprechen.

In erster Linie beinhaltet das Rollenspiel die Möglichkeit zur Reproduktion der Alltagswelt des Kindes und ist ein interessanter Spiegel (vor allem bei Vater-Mutter-Kind-Spielen) für das Verhaltensrepertoire der Eltern und deren Umgangsweisen mit dem Kind. Nicht selten höre ich von Eltern, dass sie, mit Staunen oder Mißfallen, sich selbst im Spiel des Kindes wiedererkannt hätten.

Rollenspiel (PDF)

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