Rezepetionsspiel (aufnehmendes Spiel)

Der Begriff „Rezeptionsspiel“ stammt von Ch.Bühler und umfasst die passiven Formen des Spieles - das Betrachten (Ausstellungen, Aussichten, Dinge), das Zuschauen (Theater, Fernsehen, Kino), das Vormachen (Zeichnen, Bauen) und das Hören (Geschichten, Musik, Verse, Singen). Es handelt sich also um aufnehmende Spiele, die der Erweiterung des Wissensfundus von Sprache, Motorik, Sensorik etc. dienen.

Die Vorformen des Rezeptionsspieles sind schon beim Kleinkind zu beobachten, das mit seinen Augen, Ohren, Haut, Geschmacks- und Geruchssinnen seine Umge­bung aufnimmt und wahrnimmt. Übers Krabbeln, getragen werden, Zärtlichkeiten, Essen Trinken etc. nimmt sich das Kind in bezug zu sich und seinen Bezugspersonen wahr. Die Bezugspersonen nehmen daran aktiv teil, indem sie zB. die Dinge benennen, zeigen und vorführen. Mit der Entwicklung des begrifflichen Denkens und der Symbolfähigkeit kann sich das Kind abwesende Gegenstände und Menschen vorstellen und sich ein Bild von ihnen machen.

Die Herstellung eines Zusammenhanges zwischen einem Bild im Bilderbuch und dem abgebildeten Gegenstand in der Wirklichkeit wird möglich. Das Kind lernt hinzuhören, vorausgesetzt die Beziehung zu/r/m Erzähler/in ist nicht gestört. Es wird dem Kind möglich, das gemeinsam „angeschaute“ und gehörte zu verstehen und sich von den vermittelten Eindrücken freudig bewegen zu lassen.

Rezeptionsspiel (PDF)

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