Bewegungsspiele sind gekennzeichnet durch den Spaß an der Bewegung, der Freude am Erfühlen des eigenen Körpers, der Körperkoordination, Gleichgewicht, Fein- und Grobmotorik, des Zusammenspiels von Denken und motorischer Umsetzung, des Miteinanders und sich aneinander Messens - kurz: des Bewegtseins und sich Bewegens in der Bewegung.

Bewegungsspiele finden in jeder Spielform ihre Anwendung und zeigen, dass Spiel ohne innere oder äußere Bewegung nicht stattfinden kann und immer auch das Ziel der Koordination von Sinnesorganen, Körperwahrnehmung und Koordination beinhaltet. Die ersten Bewegungsspiele finden im Funktionsspiel auf der sensorischen Ebene statt - Tiefensensibilität, Kraftdosierung, Gleichgewicht, Körperwahrnehmung und Körperschema spielen bei Fingerspielen, Sing- und Kreisspielen,Sand- und Wasserspielen, Hoppe-Reiter, Kriech-und Krabbelspielen eine große Rolle. Über Nachahmung und Selbstexploration, erleben Kinder sich in ihrem Körper und außerhalb ihres Körpers, was den Bezug zu sich selbst herstellt, zum eigenen Tun und dem des Gegenübers. Mit dem Einsetzen von Laufen und Sprache ergeben sich vielfältige weitere Mög­lichkeiten, sich mit Bewegungsspielen geistig, wie auch körperlich weiterzuentwic­keln und dabei Fähigkeiten und Fertigkeiten bei sich zu entdecken. Hüpfspiele, Ba­lancierspiele, Klettern, Sackhüpfen, Eierlaufen, Plumpssack, Gummitwist, Ballspiele, Fangis, Suchspiele etc. fördern die grob- und feinmotorische Koordination, Geschicklichkeit, Körperhaltung, Gleichgewicht, Kraft- und Ausdauer, Konzentration, Strategieentwicklung und Problemlösungsverhalten.

Mit der Wahrnehmung eigener körperlicher Fähigkeiten finden dann wiederum Spezialisierungen statt, die dann den Eintritt in Sportvereine oder andere spezifische Gruppierungen zum Erlernen und Weiterentwickeln körperlicher Fähigkeiten zur Folge haben. Fußball, Kampfsport, Ballspiele, Turnen, Leichtathletik, Schwimmen und andere Sportarten werden ergriffen, die dann jedoch vor allem den Leistungsaspekt und weniger den Aspekt des spielerischen Umganges miteinander fördern.

Meistens finden diese Förderungen dann ab Schulalter statt, wohl nicht zuletzt auch als zusätzlicher Hinweis, dass Spiel ab Schuleintritt immer mehr als Luxus angesehen wird, da jetzt „der Ernst des Lebens“ beginnt und von jetzt ab Leistung zählt und auch bewertet wird.

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