Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit/ohne Hyperaktivität und Komorbiditäten

Was verbirgt sich hinter dem „Phänomen“ Aufmerksamkeitsstörung mit oder ohne Hyperaktivität?

Schon 1845 beschrieb der Frankfurter Nervenarzt Heinrich Hoffmann in seinem Kinderbuch:“Struwwelpeter“ ein unruhiges, zappeliges, tollpatschiges Kind, dass auch heute noch als „Sinnbild“ („Zappelphilipp“) für einen Symptomkomplex verwendet wird, der immer wieder neue Namen und Diagnosen erhält und über dessen Ursachen nach wie vor in der Fachwelt gestritten wird, wie auch über die Möglichkeiten der Behandlung. 1902 druckte die britische Ärztezeitschrift „Lancet“ den Aufsatz eines Arztes ab, der über Kinder mit „behinderter Willenskraft“ und „merklichem Unvermögen, sich zu konzentrieren“ berichtete. 1937 beschrieb das Forscherpaar Bradley die Symptomatik hyperaktiver Kinder als „Unruhesyndrom“, das, mit Stimulantien-Präparaten behandelt, gute Therapieerfolge gezeitigt haben soll. Seither finden sich für den immer wieder gleichen Symptomenkomplex ständig wechselnde Diagnosen wie MCD (minimale cerebrale Dysfunktion), POS (Psycho-Organisches-Syndrom) oder HKS (Hyperkinetisches-Syndrom). 1987 erfand der amerikanische Psychiatrieverband dann das bis heute gängige Kürzel AD(H)S (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit oder ohne Hyperaktivität). Diese Diagnose ist nun auch im ICD 10 als Störung von Krankheitswert unter den Ziffern F90.ff erfasst und damit als psychische Störung im Kindesalter belegt.

Den weiteren Text können Sie in der folgenden PDF-Datei lesen. Bitte klicken Sie dazu auf den folgenden Button!

AD(H)S (PDF)

AD(H)S